Flipped Classroom

Videoproduktion

Vorbereitung

Alle Videos, die ich in meinem Unterricht verwende, erstelle ich selbst. Den Inhalt der Videos, also das digitale Tafelbild, erstelle ich in einer Präsentationssoftware (Powerpoint oder Keynote). Handschriftliche Ergänzungen werden mittels Stifteingabe auf einem iPad Pro gemacht.

Ton

Ich spreche den Ton direkt während der Videoaufnahme ein, andere „Flipper“ vertonen die Videos dann in der Post-Production. Da ich allerdings versuche meine Videos in einem „Rutsch“ aufzunehmen, ohne anschließende Videobearbeitung, habe ich mich für die direkte Variante entschieden. Die ersten Videos sind mit einem Headset aus dem Discounter entstanden, seit Kurzem verwende ich das Samson Meteor Mic.

Videoaufnahme

Das Video an sich nehme ich mit Quicktime auf. Die Screencastfunktion bietet Quicktime allerdings nur unter OSX (also Apple). Für Windows gibt es jedoch ebenfalls praktische Lösungen wie z.B. Screencast-O-matic. Diese Programm kann in der kostenlosen Free-Version bis zu 15 Minuten aufnehmen, was für ein Erklärvideo allerdings schon viel zu lange wäre. Andere Möglickeiten wären noch Office-Mix oder auch Camtasia.

Quicktime nimmt bei der Aufnahme direkt den Inhalt des angeschlossenen iPads auf. Die komplette Navigation und handschriftlichen Ergänzungen/Berechnungen werden also am Tablet gemacht. Natürlich könnte man einen ähnlichen Weg auch in der Welt von Windows beschreiten (Surface …).

Wie kommen die Videos zum Schüler?

Meine Videos landen alle auf Youtube in meinem Channel mathematik.rocks. Um die Inhalte möglichst interaktiv präsentieren zu können, werden viele der Videos hier am Blog in eine H5P Präsentation verpackt. Das ermöglicht es, sofort Fragen und Aufgaben zu den Videos zu stellen – mit sofortigem Feedback.

Ich weise meine Schüler immer darauf hin, dass sie die Videos über den Blog ansehen sollen, da nur hier die interaktiven Elemente enthalten sind. Zum Wiederansehen nutzen viele dann jedoch YouTube oder die direkten Verlinkungen per QR-Code auf den neueren Begleitaufgaben.

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Was ist „Flipped Classroom“?

Grundkonzept

Seit einiger Zeit nutze ich in meinem Unterricht die „Flipped Classroom“ Methode. Dabei erarbeiten die Schüler einen Lerninhalt zu Hause mit Hilfe von z.B. Videos. In der Schule wird dann gemeinsam geübt und an kleinen und größeren Problemen gearbeitet. So wird die Zeit in der Schule wirklich produktiv genützt, ohne Zeit mit mehrmaligen Erklärungen zu verlieren.

Nur Videos anzusehen ist allerdings zu wenig. Viele meiner Videos sind inzwischen interaktiv, das heißt, dass das Video an bestimmten Stellen automatisch stoppt und Aufgaben erledigt werden müssen. Diese reichen von simplen Multiple-Choice Aufgaben bis hin zur Berechnungen von beispielsweise Termen/Gleichungen. Der Schüler erhält sofort eine Rückmeldung zu der Aufgabe, wodurch ein aktives Ansehen der Videos gefördert wird.

Zu jedem Video gibt es auch noch Begleitaufgaben. Hier müssen 2-3 Aufgaben gelöst werden, die den Inhalt des Videos wiederholen. Es kann also im Anschluss an das Video gleich geübt werden. Diese Begleitaufgaben sind dann auch der Einstieg in der Schule in die Übungsphase. In dieser Übungsphase wird dann alleine geübt, bei Problemen oder Verständnisschwierigkeiten kann dann einer aus unserem Lehrerteam (Team-Teaching) helfen. Dadurch wird eine größere Selbstständigkeit erreicht und es bleibt mehr Zeit für individuelle Schülerprobleme.

Nicht nur als Vorbereitung, sondern auch als Impulsvideo oder für die Nachbereitung bietet der „Flipped Classroom“ spannende Möglichkeiten im Unterricht.

Auch den Schülern gefällt es. 🙂

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